Dieser kleine afrikanische Hund ist Hund, Katze, Kind – ein wildes Wesen in Form von kleinen Kobolden!
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Wie bei vielen anderen Hunderassen herrscht auch bezüglich des Basenjis Unklarheit, was seinen Ursprung angeht. Sicher ist, er gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt. Wenn Sie schon einmal vom Congo Terrier, vom Bongo, Nyam Nyam, Zande Dog, African Bush Dog, Up and down Dog oder dem kleinen Buschding gehört haben - dann war die Rede von einem Basenji. In seinem Ursprungsland, dem zentralafrikanischen Kongo, wird er als Jagdhund eingesetzt, das heißt, hauptsächlich treiben sie in der Meute das Wild in die von den Jägern aufgespannten Netze. Ein guter Jagdbasenji wird bei den Naturvölkern im afrikanischen Urwald mit einem höheren Wert als eine Frau gehandelt. Ist es dieses kleine, exquisite und aufrecht getragene, nach vorne geneigte Ohr, oder ist es der ausdrucksvolle Kopf mit dem unergründlichen Ausdruck? Oder ist es die Art, wie er sich mit den Vorderpfoten über Augen und Ohren wischt? Seine aristokratische Zurückhaltung zeigt, von welch vornehmer Herkunft der Basenji ist. Der Basenji gehört zu den wenigen Hunderassen, die heute noch in ihrer Heimat ihrer ursprünglichen Verwendung nachgehen und ihr typisches Aussehen und Verhalten bewahren konnten.
1930 wurden einige Basenjis von Ms. Burn nach England importiert. Sie war es auch, die 1937 auf der größten Hundeausstellung Englands, der Crufts, erstmals Basenjis zeigte. Das war der Beginn der Basenjizucht. 1975 wurde in Deutschland der erste Basenji-Wurf von Berta Burkert aus dem Zwinger Casa Regina der Öffentlichkeit präsentiert. Die Zuchtstätte Casa Regina bildete die Keimzelle für die Basenji Zucht in Deutschland. Der Basenji ist eine ursprüngliche Rasse mit großer Geschichte und wurde durch moderne Launen der Menschheit nicht verändert.
Der Basenji wird nach dem bei der FCI hinterlegtem Standard Nr. 43 gezüchtet. Dort wird sein allgemeines Erscheinungsbild wie folgt beschrieben: Leichtgebauter, feinknochiger Hund mit aristokratischem Ausdruck, hochläufig im Vergleich zu seiner Körperlänge, immer ausgeglichen, aufmerksam und intelligent. Faltenreicher Kopf mit Stehohren, stolz auf einem gut geschwungenen Hals getragen. Das tief reichende Brustbein geht in eine deutliche Taille über, die Rute ist eng gerollt. Dies ergibt das Bild eines wohlproportionierten Hundes von gazellenartiger Anmut. Basenjis gibt es in vier anerkannten Farben: rot/weiß, tricolor, schwarz/weiß und brindle/weiß. Alle müssen weiße Pfoten, eine weiße Brust und eine weiße Rutenspitze haben.
Im Standard wird sein Verhalten / Charakter (Wesen) wie folgt beschrieben: Bellt nicht, ist aber nicht stumm. Seine typische Lautgebung besteht aus einer Mischung von glucksendem Lachen und Jodeln. Bemerkenswert ist seine in jeder Weise große Reinlichkeit. Eine intelligente, unabhängige aber liebevolle und wachsame Rasse. Kann Fremden gegenüber reserviert sein. Aber es gibt noch jede Menge mehr zu berichten: Kaum ein Hund ist frecher, dreister und unartiger als ein Basenji – a b e r kein Hund hat den Bogen mehr heraus, seine Entschuldigung bzw. seine Beschwichtigung auf so vornehme Art und Weise seinem Besitzer gegenüber zu zeigen. Wie kann man seinem Basenji noch böse sein, wenn er sich mit verschränkten Vorderläufen über seinen Augen mit einem kurzen verstohlenen Blick auf die Reaktion seines Besitzers schauend, auf den Rücken schmeißt. Sie wären keine zufriedenen Basenjis, wenn man ihr Verhalten nicht als selbstverständlich betrachten würde. Einen Basenji besitzt man nicht, man wird von ihm besessen.
Charaktereigenschaften wie achtsam, unabhängig, treu, stolz, unbestechlich, gelehrig, neugierig, kinderlieb, schneidig, wendig, feinfühlig, ausgeglichen, intelligent, liebevoll und eigensinnig treffen auf den Basenji zu.
Charakteristisch für den Basenji ist auch, dass er nicht bellt. Trotzdem ist er ausgeglichen und wachsam. Er ist ein Hund mit einer sehr ausgeprägten Körpersprache und kann sozusagen mit Händen und Füßen reden.
Bei der Erziehung sollten Sie gute Nerven zeigen und in ihrem Verhalten einheitlich und konsequent sein. Ein Patenrezept zur Erziehung des Basenjis gibt es nicht. Auf Druck, sprich Zwang und Härte, reagiert er bockig und störrisch! Seien Sie beim Üben nicht ungeduldig und gereizt. Ihre Stimme muss ruhig und warm klingen. Benutzen Sie immer dieselben Wörter für Ihre Befehle. Bringen Sie Ihren Basenji dazu, dass er versteht, was Sie von ihm wollen. Seien Sie aber nicht verwundert, wenn er genau versteht, was "Sie" von ihm wollen, Ihr Basenji aber schlichtweg keine Lust hat, Ihnen zu gehorchen. Jedoch gerade das lieben die Basenjibesitzer - eben diese Eigenständigkeit ihres Basenjis - und akzeptieren dies als Teil seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit. Er ist ein zärtlicher, seiner Familie gegenüber ganz besonderer Freund!
Der Basenji verfügt über eine ausgezeichnete Altersstruktur und somit sind 12 bis 14jährige Basenjis keine Seltenheit.
Für den alternden Basenji kann man viel tun, solange er alt, aber nicht krank ist. Sorgen Sie dafür, dass er möglichst kein Übergewicht bekommt. Dem Tierarzt sollte der alte Hund in regelmäßigen Zeiträumen vorgestellt werden. Eine gründliche Untersuchung hilft mit, kleine Störungen rasch zu beseitigen.
Der Basenji ist auch im Alter immer noch ein äußerst lebensfroher Hund. Gestalten Sie sein Leben so einfach wie möglich, ohne "große" Anstrengungen. Behalten Sie die tägliche Routine möglichst bei. Gerade die kleinen Dinge in seinem Leben sind dann wichtig für ihn. Zum Beispiel sein gewohnter Futter- und Wassernapf, seine gewohnte Leine und der damit verbundene Spaziergang zur gewohnten Zeit. Eventuell sein Gute-Nacht-Hupferle und sein gewohnter Schlafplatz. Wahrscheinlich wird er Ihnen manchmal signalisieren, dass ihm "die große Runde" nicht mehr so wichtig erscheint, erst recht nicht bei schlechten Witterungsverhältnissen.
Wenn Sie über eine gute Portion Humor, ausreichend Nerven und Toleranz verfügen, dann bringen Sie schon wesentliche Vorraussetzungen für die Haltung eines Basenjis mit. Ein Basenji gehorcht seinen Bezugspersonen aus reiner Zuneigung und niemals aus Unterwürfigkeit. Obwohl Basenjis sich nicht im herkömmlichen Sinne erziehen lassen, können sie sehr wohl die Grundregeln des guten Benehmens erlernen. Eine Begleithundeprüfung (zum Beispiel) ist auch für einen Basenji möglich und eine sinnvolle Aufgabe für Hund und Halter.
Wegen seinem ausgeprägten Jagdinstinkt muss man sich als Halter bewusst sein, dass man einen Basenji nicht unbedacht von der Leine machen kann.
Basenjis lieben es, entspannt mit ihrer Familie auf Körperkontakt auf der Couch zu liegen.
Sie lieben es warm, vor dem Ofen und besonders in der Sonne.
So bevorzugen sie meistens Plätze, von denen sie einen guten Überblick über das Geschehen haben. Sie lieben es z.B. aus dem Fenster zu sehen, sonnige Plätze und Luxus, z.B. den Luxus das Bett ihrer Leute zu beanspruchen.
Der Basenji ist kein Freund von täglicher Routine und auch Baden gehört nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Wie schon erwähnt, können sie, wenn es darum geht, im Regen spazieren zu gehen, störrisch wie kleine Esel werden und sich verweigern. Unbequeme, harte und kalte Bodenbeläge mag er ebenfalls nicht und darum findet man bei den meisten Basenjibesitzern mehr als ein Kuschelkörbchen. Da er „seine Leute“ liebt, wäre es schlimm für ihn, wenn er mit nicht Beachtung gestraft würde.
Wenn er etwas nicht mag, kann es sein, dass er seine Zähne zeigt, verbunden mit einem tiefen Brummen, was tief aus seiner Kehle kommt und in diesem Moment sollte man meinen, ein Hund doppelter Größe stünde vor einem. Dieses Verhalten sollte jedoch nicht toleriert werden.
Grundsätzlich ja, weil der „Anfänger“ ist der bessere Zuhörer und ist eher gewillt sich der „neuen“ Herausforderung zu stellen. Er hat keine Vergleichsmöglichkeit und betrachtet das Verhalten des Basenjis als völlig normal. Es empfiehlt sich jedoch ein regelmäßiger Kontakt zum Züchter, indem er jederzeit ohne Bedenken seine aufkommenden Fragen an diesen stellt.
Der Besuch einer Welpenschule sollte für den „Anfänger“ obligatorisch sein, wobei es hier darum geht, dass der Welpenbesitzer lernt, wie er mit dem Hund gut umgeht. Dabei ist besonderes Augenmerk auf die positive Bestärkung in der Erziehung zu legen.
Jemand, der Freude an einem selbstbewussten, unabhängigen Familienmitglied hat und bereit ist, seinem Basenji genügend Freiraum einzuräumen, der wird viel Spaß erleben. Man sollte sich aber keinesfalls von einem Basenjiwelpen beeindrucken lassen und entsprechend früh mit seiner Erziehung beginnen und das mit der nötigen Konsequenz.
Der Basenji entwickelt sich sehr schnell zu einem vollwertigen Familienmitglied und weiß sich mit seinen rassetypischen Besonderheiten einzubringen. Mit Kindern versteht er sich sehr gut. Er sollte aber von diesen keinesfalls alleine Gassi geführt werden, da dieser Hund eine nicht vorstellbare Kraft im Verhältnis zu seinem Körpergewicht entwickelt und sie daher überfordert wären, ihn zu halten.
Da es schwierig ist, ihn von der Leine zu machen, erschwert dieses natürlich seinem Bewegungsdrang nachzukommen. Er liebt lange Spaziergänge und läuft auch am Fahrrad, er kann sehr ausdauernd sein. Der Basenji braucht viel Auslauf, Betätigung und geistige Motivation. Die meisten Basenjis - nein - ich glaube alle, verabscheuen es im Regen spazieren zu gehen, während Schwimmen dem einen oder anderen Spaß bereiten kann.
"Pflegeleicht" - dies ist eigentlich ein Gütesiegel, das man dem Basenji verleihen kann. Wenn er sich putzt, erinnert er an eine Katze, auch fehlt ihm der typische Hundegeruch. Er hat ein kurzhaariges pflegeleichtes Fell ohne Unterwolle.
Baden brauchen Sie ihn nur, wenn er arg schmutzig ist, wenn er sich in etwas richtig stinkend "Gutem" gewälzt hat; am besten nur mit lauwarmen klaren Wasser. Ansonsten reicht eine normale Fellpflege mit einer weichen Bürste oder einem Gummihandschuh völlig aus. Es fördert die Durchblutung und damit das Wohlbefinden Ihres Hundes. Jährliches Impfen sowie regelmäßiges Entwurmen, sollten selbstverständlich sein. Eventuelles Krallen schneiden ist nötig, wenn der Hund sich diese nicht von alleine abläuft.
Ein gut geprägter und sozialisierter Basenji, der von klein an auch mit anderen Hunden Kontakt hatte, wird keine Probleme haben. Seine Körpersprache, insbesondere an der Leine, wird oftmals von anderen Hunden missverstanden und als Angriff gewertet, dies ist jedoch nicht mit Aggressivität gleichzusetzen.
Basenjis untereinander können sehr grob und lautstark miteinander umgehen, was für einen „Anfänger“ befremdlich wirkt und sich in der Regel schlimmer anhört, als es sich darstellt.
Der Basenji ist eher ein Rudeltier. Ein Basenji ist gut, zwei Basenjis sind besser! Zwei Basenjis können perfekt miteinander spielen. Es ist eine große Freude zu sehen, wenn zwei Basenjis miteinander beschäftigt sind, um sich gegenseitig zu reinigen. Basenjis bevorzugen es, einen Gefährten von ihrer eigenen Rasse zu haben.
Die Frage ist bedingt mit ja zu beantworten. Meist sind die „fremde“ Hände Eltern, Schwiegereltern oder Nachbarn, wo es keine Probleme gibt. Eine Pension ist nicht anzuraten, dafür sind sie einfach in ihrem Verhalten zu speziell und ein Basenji gehört keinesfalls in einen Zwinger. Die Erfahrung zeigt aber, dass in den meisten Fällen ein Urlaub nur noch mit Basenji eingeplant wird.
- Der Basenji ist ein sehr sauberer Hund. Er putzt sich ähnlich wie eine Katze und hat nicht den typischen Hundegeruch. Auch in seinem Spielverhalten bewegt und verhält er sich oftmals katzenähnlich.
- Der Basenji kann nicht bellen, ist aber nicht stumm. Sie machen alle gewöhnlichen Hundegeräusche und unter anderem Geräusche, diese ähneln aus einer Mixtur von glucksen und jodeln. Er benutzt verschiedene Satzmelodien um verschiedene Reaktionen zum Ausdruck zu bringen. Er kann auch ein regelrechtes Schwätzchen mit Ihnen halten.
- Er ist ein leidenschaftlicher Jagdhund, der mit Auge und Nase jagt und kann Wild aus einer Entfernung von ca. 80 Metern wittern.
- Das Gangwerk ist auch eine Besonderheit. Es wirkt spritzig und leicht, es ist wie ein unermüdendes Schwingen der Beine, ähnlich wie das Traben eines Pferdes. Wenn sie jagen, kann man die Gangart in zwei Gruppen unterteilen. In der ersten Phase rennen sie mit erhobenen Köpfen und eingerollten Schwänzen, dann streckt sich der Körper, die Ohren werden angelegt und die Rute ausgerollt. Höchstes Tempo!!! Einen Basenji laufen zu sehen, ist ein ästhetischer Hochgenuss, ganz besonders, wenn er mit seinesgleichen spielt.
- Rüden können ihre Hoden einziehen.
- Bei Begegnung mit etwas Unbekanntem werden die Haare längs des Rückens hochgestellt wie ein Aalstrich. Fremde unbekannte Gegenstände die sich in seinem Weg befinden, werden „gesichert“ und geprüft ob eine Gefahr droht – Urhundverhalten, dies dient der Überlebensstrategie.
- An den Pfoten sind die beiden mittleren Zehen zusammen gewachsen. Auch ist er mit seinen Pfoten äußerst eigen. So werden sie, wenn er z.B. über Brennnesseln läuft ganz speziell beleckt. Der Basenji nutzt seine Vorderpfoten zur Kommunikation mit einer ihm eigenen Gestik.
- Es ist eine Menge Kraft in diesem kleinen Basenjikörper – unterschätze diesen nicht, auch hat er die Neigung gerne an der Leine zu ziehen.
- Man sollte auch wissen, dass die Hündinnen (in der Regel) nur einmal im Jahr läufig werden. Meistens ist das im Herbst und die Welpen werden dann um die Jahreswende geboren, in der Zeit, in der in Afrika der Frühling beginnt.
- Der Basenji hat kein typisches Welpenverhalten (unsichere Bewegungsabläufe), er ist ein fertiger Basenji in Miniaturerscheinung und in der Entwicklungsphase weiter als andere Artgenossen.
Ja, „Fula of the Congo“ – ein Afrikaimport von Veronica Tudor-Williams, der bekanntesten Basenjizüchterin. Weiterhin wurde 1956 von Warner Brothers Picture ein Kinofilm herausgebracht mit dem Titel „Good Bye my Lady“ von James Street. Diesen Film gibt es auch als Buch mit dem gleichen Titel.
Die Rasse Basenji sollte in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben. Es wäre fatal, wenn ihre Popularität verursachen würde, dass diese Rasse dem Kommerz und der Massenproduktion zum Opfer fiele.